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Impressionen von der Aufnahmefeier der neuen Auszubildenenden am BSZ1
- Außenstelle2 - Bornaische Straße - Schuljahr 2011/2012







Grußwort Patrick Motzigemba

Liebe neuen Mitschüler, liebe Eltern,
ich heiße Sie herzlich willkommen am BSZ 1 und habe heute die Ehre, Ihnen ein wenig über unsere Schule zu berichten.
Hoffentlich stoße ich damit auf Ihr Interesse.
Zunächst möchte ich mich selbst kurz vorstellen. Ich heiße Patrick Motzigemba und bin Auszubildender im 3.Lehrjahr zum Kaufmann im Einzelhandel. Meinen Ausbildungsbetrieb kennt sicher ein jeder, der tagtäglich einkaufen geht. Es ist eines der führenden Unternehmen in Deutschland und Europa im Segment des Lebensmittelhandels, die LIDL GmbH & Co. KG. Auch ich saß vor über 2 Jahren in diesem Raum. Nach dem Zivildienst und einigen Erfahrungen in den verschiedensten Unternehmen des Einzelhandels begann ich meine erste Ausbildung. Inzwischen konnte ich die erste Hürde der Ausbildung nehmen und im Sommer meinen Berufsabschluss als Verkäufer im Einzelhandel mit guten/sehr guten Ergebnissen erhalten. Dadurch habe ich mir selber die Chance erarbeitet, innerhalb meines Unternehmens zu wachsen, mich beruflich weiterzuentwickeln.


Jeder fängt einmal klein an, dies war auch bei mir nicht anders. Mein Ausbildungsunternehmen vertraute mir, zunächst in kleinen Dingen. Später wuchs die Verantwortung, wenn ich, wichtige Tätigkeiten alleine durchführen sollte, wie z. B. das Abkassieren der Kunden oder Ware fachgerecht zu einzuräumen. Jedoch erkannten meine Ausbilder schnell, dass sie mir durchaus mehr anvertrauen können. In kürzester Zeit durfte ich Ware bestellen und annehmen, eigenständig den Tresorbestand zählen und übergeben, aber auch schon selbständig Schichten führen und anderen Azubis aus dem ersten und zweiten Lehrjahr mein Wissen weitergeben. Als "Krönung" eines jeden Azubis von LIDL durfte ich letztes Jahr bei unserem einzigartigen Projekt "Super Azubis on Tour" teilnehmen, bei dem über 500 Auszubildende 36 Filialen in Köln und Düsseldorf in Eigenregie selbstständig leiten durften.
Mit der Zeit konnte ich auch mit dem Stress des Einzelhandels sehr gut umgehen. Das Oster-, Weihnachts-, oder Silvestergeschäft kann durchaus aufreibend sein. Das wollte und konnte ich alles "packen". Dies erkannten auch meine Ausbilder und boten mir an, den Kaufmann im Einzelhandel als erweiterte Ausbildung zu machen, um irgendwann einmal eine eigene Filiale leiten zu können.
Wie schon erwähnt, habe ich mir meinen kleinen Erfolg hart erarbeitet, aber auch eine große Unterstützung von unserer Berufsschule und unseren kompetenten Lehrern bekommen. Dieses Fachpersonal stand jedem Schüler zur Seite, ob nun bei beruflichen oder privaten Problemen. Sie konnten mit ihrem Know-how meistens sehr gut helfen und wertvolle Tipps geben, ganz gleich ob es dabei um rechtliche Dinge im Einzelhandel ging, den Umgang mit dem Kunden oder auch um ganz banale Dinge wie eine attraktive Auszubildende eines Parfümerieladens am besten ein Brot schneidet.
Das allgemeine Lernklima ist angenehm und die Lehrer haben den Willen, alle Auszubildenden optimal zu unterrichten. Diese Gewissheit hat es mir auf jeden Fall leichter gemacht Wissen zu erwerben und im Ausbildungsbetrieb praktisch anzuwenden. Und das ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Ich möchte deshalb die Gelegenheit heute auch nutzen, um allen Lehrern "danke" zu sagen.
Des Weiteren hatten wir die Möglichkeit an verschiedensten Projekten teilzunehmen und unsere Schule würdig zu vertreten. Das BSZ bietet also noch mehr als guten Unterricht.
Dazu zählen zum einen das Setzen von zwei Stolpersteinen in Markleeberg und ihre Pflege sowie die damit verbundene Würdigung des Kultusministeriums für besondere schulische Verdienste. Dies zeigt den Einsatz des BSZ nicht nur für den Beruf, sondern auch für die Allgemeinbildung und die Pflege unserer Kultur.
Aber auch der Besuch von Klassensprechern bei einem Leipziger Bundestagsabgeordneten in Berlin wurde uns ermöglicht. So konnten wir sehen, wie unser Staat überhaupt funktioniert und dass Politiker letztlich auch nur Menschen sind.
Ich hoffe, Euch zumindest einen kleinen Einblick in den Alltag unserer Schule verschafft zu haben. Vielleicht könnt Ihr Euch jetzt ein wenig mehr vorstellen, was Euch künftig erwartet. Vor allem wir "älteren" Schüler sind auf das neue Jahr gespannt und darauf, welche Veränderungen die Fusion zum BSZ 1 für uns alle an Veränderungen mitbringen wird. Auch wir sind insofern "Schulanfänger".
Ich wünsche Euch einen guten Start in die Ausbildung und dass Ihr die Schule auch mal als willkommen Abwechslung zum stressigen Berufsalltag seht. Nach der Schule beginnt das wahre Leben, daher lernt nicht für die Schule, sondern für die neuen Herausforderungen die künftig vor Euch stehen. Der Beruf wird ein Teil des Lebens werden. Ein Teil, womit ihr vielleicht Eure Familie ernährt. Macht das Beste daraus.
Ihr werdet hier viel lachen, viel lernen und vor allem viele Freunde finden. Vielleicht sogar fürs Leben.
Vielen Dank

 

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